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Unser Vereinsleben wird geprägt durch eine Vielzahl von Veranstaltungen. Die Palette reicht vom Fortbildungsseminar bis hin zu vergnüglichen Jagdfesten und dem traditionsreichen Hubertusball.
Brauchtum der Jagd
Das jagdliche Brauchtum ist dem Grunde nach so alt, wie die Menschheit und die Jagd selbst. Eine der herausragenden Persönlichkeiten, die das jagdliche Brauchtum zusammengefasst haben, ist Walter Frevert. Viele Menschen fragen sich heute: Ist das jagdliche Brauchtum nicht völlig überflüssig und überhaupt noch zeitgemäß? Die Frage nach der Sinnhaftigkeit und dem Nutzen für die heutige Jagd ist berechtigt. Hier einige Beispiele, welche die Aktualität des Brauchtums einmal mehr unter Beweis stellt:
Das Jagdhorn und die Jagdleitsignale in Gelände ohne Handy-Empfang bzw. ohne Sichtkontakt zum Nachbarn.
Das gerechte Verbrechen (Markieren) des Anschusses, falls kein Markierungsband o. ä. zur Hand ist.
Der letzte Bissen im Äser eines erlegten Stück Wildes und das entsprechende Totsignal um diesem die letzte Ehre zu erweisen und den Schöpfer im Geschöpfe zu ehren.
Die Jägersprache mit ihren unzähligen Begrifflichkeiten. Eine Handwerkssprache, die meist mit wenigen Worten bestimmte Sachverhalte präzise beschreibt. Die Herrichtung von Trophäen, dem dreidimensionalen Polaroid der Jäger. Diese erinnern ein Jägerleben lang an die Hege, die Arbeit und die oft anstrengende Jagd an sich. Die Jägerschaft hat sich jedoch in all der langen Zeit nie dem Fortschritt verschlossen und ihre Bräuche und Gebräuche immer wieder ihrem Nutzen und Aktualität überprüft. Oft wurden Dinge weggelassen und anderen kam neu hinzu.
So z. B. sah der Jägerschlag im 18. Jahrhundert noch um einiges anders aus als er es heute tut. Besuchen Sie diesen doch bei Gelegenheit einmal selbst und lernen Sie die Jäger und einen Teil ihrer Bräuche kennen.
Wie bereits Walter Frevert schon geschrieben hat:
Selbstverständlich soll und darf diese Hervorkehrung alten Brauchtums nirgends zu einem Rückschritt oder Rückwertssehen verleiten. Wir müssen als Volk das Neue im Leben, insbesondere auf technischem und wirtschaftlichem Gebiete, aufgreifen und fördern. Gerade die Jugend liebt das Neue, das ewig gestrige erregt Missmut. Aber beides lässt sich zu einer glücklichen Synthese vereinigen: Festes Wurzeln im Wesenhaften des Volkes und Fortschritt auf allen Gebieten des täglichen Lebens.
Wir wollen edles Waidwerk üben, das untrennbar ist von jagdlichem Brauchtum.
Waidmannsheil, Carsten Keil
Obmann für das Brauchtum
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