{"id":239,"date":"2008-05-18T15:30:16","date_gmt":"2008-05-18T13:30:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jvdiana.de\/cm\/?p=239"},"modified":"2019-07-21T14:26:08","modified_gmt":"2019-07-21T12:26:08","slug":"parson-russell-terrier-fortuna-vom-huenfelder-land-besteht-die-schweisspruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jvdiana.de\/cm\/2008\/05\/18\/parson-russell-terrier-fortuna-vom-huenfelder-land-besteht-die-schweisspruefung\/","title":{"rendered":"Parson Russell Terrier \u201eFortuna vom H\u00fcnfelder Land\u201c besteht die Schwei\u00dfpr\u00fcfung!"},"content":{"rendered":"<p>Da meine H\u00fcndin \u201eFortuna\u201c sehr gute Eigenschaften, wie Ruhe und Finderwillen auf der Schwei\u00dff\u00e4hrte erkennen lie\u00df, entschloss ich mich, sie auf eine Schwei\u00dfpr\u00fcfung zu f\u00fchren. Die Anforderungen sind \u00e4hnlich einer Verbands Schwei\u00dfpr\u00fcfung. Also: man mu\u00df eine 1000m lange mit 1\/4l Wildschwei\u00df getupfte oder gespritzte F\u00e4hrte, mit zwei Winkeln und einem Wundbett, die am Vortag im Wald gelegt worden ist ausarbeiten. Danach erfolgt noch das Ablegen am St\u00fcck, um zu sehen, ob der Hund anschneidet. F\u00fcr so eine Pr\u00fcfung mu\u00df man nat\u00fcrlich \u00fcben, so da\u00df ich mir einen Trainingsplan aufstellte.<\/p>\n<p>Alle 3 Wochen 1 \u00dcbernachtschwei\u00dff\u00e4hrte, von mindestens 1000m, und in den beiden Wochen dazwischen je eine Langschleppe, die mit Haar- oder Federwild ebenfalls im Wald gelegt wird, 1000m-1200m lang ist und eine Stehzeit von ca. 4 Stunden hat. Auch diese Schleppen werden am langen Riemen ausgearbeitet, wie eine Schwei\u00dff\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Nachdem ich schon einige F\u00e4hrten und Schleppen im Staatsforstrevier, in dem mein Mann und ich eine Jagderlaubnis haben, ausgearbeitet hatte, legte ich, um die H\u00fcndin nicht auf eine gewisse Bodenbeschaffenheit zu fixieren eine \u00dcbernachtf\u00e4hrte in dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk, in dem mein Mann und ich ebenfalls eine Jagderlaubnis haben. Die H\u00fcndin arbeitete ruhig, konzentriert und mit Finderwillen, ich lernte zu \u201elesen\u201c wann sie nicht mehr auf der F\u00e4hrte war und wie sich wieder motivieren lie\u00df weiter zu arbeiten. Die Arbeit mit ihr machte wirklich viel Freude.<\/p>\n<p>Leider wurde mir das weitere \u00dcben in dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk vom P\u00e4chter untersagt. Andere Jagdaus\u00fcbungsberechtigte, die meine Hunde von Dr\u00fcckjagden &#8211; auch mit anschlie\u00dfenden Nachsuchen &#8211; kennen, boten mir Ihre Hilfe an. Ich konnte also auf andere Reviere zur\u00fcckgreifen, was nat\u00fcrlich einiges an zeitlichem Mehraufwand und l\u00e4ngere Fahrten f\u00fcr mich bedeutete.<\/p>\n<p>Aber trotz allem hielten wir den Trainingsplan ein und konnten mit gutem Gewissen am 10.10.2004 bei der Schwei\u00dfpr\u00fcfung in Schlitz\/Sandlofs antreten. Gegen 11.00Uhr waren wir am Start. Ich holte meine H\u00fcndin aus dem Auto und wurde von dem Richter, der F\u00e4hrten am Vortaggelegt hatte, eingewiesen. Ich legte die H\u00fcndin ab, untersuchte den Anschu\u00df und dann ging es los. Ein kleiner Bogen nach links, dann einer nach rechts und dann in die mir angegebene Richtung. Es ging leicht bergab durch eine Fichtenbestand, die H\u00fcndin arbeitete ruhig und konzentriert. Als der Hang vor mir etwas mehr abfiel, nahm sie die Nase hoch um sich vom Gegenhang Wind zu holen &#8211; was war das?\u2014War dort etwas, das sie mehr interessierte?<\/p>\n<p>Ich ging zu ihr, strich ihr \u00fcber den Kopf und forderte sie mit \u201csuch\u201c auf weiter zu arbeiten. Sie ging auch mit tiefen Nase wieder los, jetzt nach rechts ab &#8211; Aha !, das war wohl ein Winkel! Im Buchen Altholz ging es an dem Hang entlang durch einen Graben, auf eine Kanzel zu. Meine H\u00fcndin hatte schon einige Male Schwei\u00df verwiesen, und ich wu\u00dfte das wir richtig waren.Vor der Kanzel zog sie nach rechts in eine kleine Buchen- naturverj\u00fcngung hinein in der sie dann das Wundbett verwies.<\/p>\n<p>Dann ging es auf eine Schneise, die mit Gras bewachsen war und nach einigen Metern zog sie nach links von der Schneise runter in einen Fichtenbestand hinein und wieder verwies sie Schwei\u00df &#8211; immer noch richtig. Gelegentlich blieb sie stehen, um sich mit hoher Nase Wind zu holen, aber mit einem Kommando \u201esuch\u201c, nahm sie die Arbeit wieder auf. Wieder ging es auf eine Schneise und dann \u00fcber einen befestigten Weg in eine mit hohem Unterwuchs und jungen B\u00e4umen bestockte Fl\u00e4che hinein.<\/p>\n<p>Die Heidelbeerb\u00fcsche waren h\u00f6her als mein Hund, aber die H\u00fcndin ging unbeirrt weiter, wobei sie sich nach rechts orientierte, hier verwies sie keinen Schwei\u00df mehr &#8211; waren wir noch richtig?<\/p>\n<p>In einer Art Halbkreis zog sie nach rechts weiter, und an einer Stelle mit weniger Unterwuchs sah ich das St\u00fcck liegen.<\/p>\n<p>Hurra &#8212; angekommen!!!<\/p>\n<p>Ich bekam einen Bruch \u00fcberreicht, dann befreite ich die H\u00fcndin von Halsung und Schwei\u00dfriemen um sie neben dem St\u00fcck abzulegen.<\/p>\n<p>Wir gingen alle weiter bis auf einen befestigten Weg und manche wollten mir schon \u201eWaidmannsheil\u201c w\u00fcnschen aber ich sagte : \u201cSie muss erst noch liegen bleiben, es ist noch nicht vorbei\u201c Nach endlosen Minuten sagte der Richterobmann: \u201cHolen sie den Hund ab, der liegt so brav, da passiert nichts mehr\u201c<\/p>\n<p>Ich ging zu meiner H\u00fcndin, und nun gab es viel Lob und nat\u00fcrlich die Belohnung. Auch die H\u00fcndin bekam einen Bruch an die Halsung und dann ert\u00f6nte das Signal \u201eReh tot\u201c. Das \u00dcben hatte sich also gelohnt.Die H\u00fcndin wurde von den Richtern sehr gelobt und wir wurden Suchensieger!<br \/>\nIch halte die Schwei\u00dfarbeit f\u00fcr eine der wichtigsten Aufgaben unserer vierl\u00e4ufigen Jagdhelfer und ich freue mich, nachdem die Oma von \u201eFortuna\u201c die auch sehr gut auf Schwei\u00df geht nun schon fast 11 Jahre alt ist, wieder eine junge H\u00fcndin zu haben, die dieser Aufgabe so gut gerecht wird.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe vom H\u00fcnfelder Land..<\/p>\n<p>Luitgard Knauf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da meine H\u00fcndin \u201eFortuna\u201c sehr gute Eigenschaften, wie Ruhe und Finderwillen auf der Schwei\u00dff\u00e4hrte erkennen lie\u00df, entschloss ich mich, sie auf eine Schwei\u00dfpr\u00fcfung zu f\u00fchren. Die Anforderungen sind \u00e4hnlich einer Verbands Schwei\u00dfpr\u00fcfung. 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