{"id":492,"date":"2015-09-11T15:30:20","date_gmt":"2015-09-11T13:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jvdiana.de\/cm\/?p=492"},"modified":"2019-07-23T00:00:39","modified_gmt":"2019-07-22T22:00:39","slug":"jaeger-rufen-zur-demonstration-gegen-jagdverordnung-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jvdiana.de\/cm\/2015\/09\/11\/jaeger-rufen-zur-demonstration-gegen-jagdverordnung-auf\/","title":{"rendered":"J\u00e4ger rufen zur Demonstration gegen Jagdverordnung auf"},"content":{"rendered":"<p>Jagdvereinsvorsitzender sieht beispiellosen Angriff auf Wild, Natur-, Tier- und Artenschutz<\/p>\n<p>Die heimischen J\u00e4ger, Landwirte und Jagdgenossen machen gemeinsam mit Waldbesitzern, Anglern und Naturfreunden gegen die geplante hessische Jagdverordnung mobil. Der Jagdverein Diana H\u00fcnfeld e.V. ruft Gr\u00fcnr\u00f6cke und befreundete Verb\u00e4nde auf, am 26. September in Wiesbaden an einer Demonstration gegen die Aush\u00f6hlung des hessischen Jagdrechts teilzunehmen. Der Protest wird auch vom Deutschen Jagdverband (DJV) unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>\u201eWir wehren uns gegen eine bundesweit beispiellose Attacke auf das Jagdrecht, die Hege des Wildes und den Natur- und Artenschutz\u201c, teilt Jagdvereinsvorsitzender Patrick Figge mit. Der Jagdverordnungsentwurf des Wiesbadener Umweltministeriums sehe f\u00fcr F\u00fcchse, Rabenkr\u00e4hen und Elstern bundesweit die k\u00fcrzesten Jagdzeiten vor. \u201eAllein der Fuchsbestand hat sich jedoch in Hessen aufgrund der Tollwutimpfung der Rotr\u00f6cke in 30 Jahren auf rund 150 000 Tiere verf\u00fcnffacht\u201c, erkl\u00e4rt der Vereinsvorsitzende. \u201eDeshalb verbreiten sich R\u00e4ude und Staupe rapide unter den F\u00fcchsen, die zudem immer h\u00e4ufiger den Fuchsbandwurm verbreiten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWenn die Jagdzeit f\u00fcr Rabenkr\u00e4hen und Elstern tats\u00e4chlich von rund sieben auf zweieinhalb Monate gek\u00fcrzt wird, kommen wir dem ,Stummen Fr\u00fchling\u2018 ohne fr\u00f6hliches Vogelgezwitscher ein ganzes St\u00fcck n\u00e4her\u201c, warnt Figge \u201eDenn in unserer vom Menschen gepr\u00e4gten Kulturlandschaft haben die Rabenv\u00f6gel beim Pl\u00fcndern von Singvogelnestern leichtes Spiel.\u201c Jeder Naturfreund k\u00f6nne dies selbst in seinem Garten und in Feld und Flur beobachten. Zugleich sei in der Landwirtschaft ein gravierender Anstieg der Sch\u00e4den zu erwarten.<\/p>\n<p>Als bundesweit einzigartigen \u201e\u00f6kologischen Schildb\u00fcrgerstreich\u201c bezeichnet der Jagdvereinsvorsitzende die Absicht, die Jagdzeit f\u00fcr Graug\u00e4nse zu streichen. Die Bejagung der Graug\u00e4nse und der Nil- und Kanadag\u00e4nse m\u00fcsse vielmehr wie in Nordrhein-Westfalen auf die Zeit vom 16. Juli bis 31. Januar verl\u00e4ngert werden. \u201eDenn von der Werra bis zum Rhein wachsen die Wildg\u00e4nsebest\u00e4nde st\u00e4ndig an\u201c, schildert Figge die Lage. \u201eGanze G\u00e4nsescharen verkoten Badeseen, Freib\u00e4der und Parks, verdr\u00e4ngen andere Wasserv\u00f6gel und fressen Getreidefelder kahl. \u00dcberd\u00fcngte Binnengew\u00e4sser kippen in der Sommerhitze um.\u201c<\/p>\n<p>Wer angesichts dieser \u201eBestandsexplosion\u201c die G\u00e4nsejagd einschr\u00e4nkt, steuert nach Figges Worten auf holl\u00e4ndische Verh\u00e4ltnisse zu. Dort habe Anfang Juni die Vergasung von 400.000 Wildg\u00e4nsen in mobilen Gaskammern begonnen. Sogar die holl\u00e4ndische Schwesterorganisation des Nabu, \u201eVogelbescherming\u201c, habe der Vergasung zugestimmt. \u201eNachdem in den Niederlanden ein weitgehendes Jagdverbot verh\u00e4ngt wurde, wird man der G\u00e4nseplage anders nicht mehr Herr\u201c, berichtet der Jagdvereinsvorsitzende. \u201eDie auf Kosten des Steuerzahlers vom Staat ersetzten G\u00e4nsesch\u00e4den belaufen sich schon auf 16 Millionen Euro.\u201c<\/p>\n<p>Rehe und Hirsche d\u00fcrfen in der Notzeit laut neuer Verordnung nur noch gef\u00fcttert werden, wenn der Schnee mindestens drei Wochen 60 Zentimeter hoch liegt oder l\u00e4nger als zwei Wochen stark vereist ist. \u201eIn dieser Zeit haben sich die ausgezehrten Tiere beim Scharren nach Futter die F\u00fc\u00dfe blutig geschlagen und sind l\u00e4ngst elend verhungert\u201c, kritisiert Figge \u201eZuvor haben sie in ihrem Todeskampf noch die Rinde von den B\u00e4umen gesch\u00e4lt und junge Baumtriebe verbissen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDieser Jagdverordnungsentwurf ist f\u00fcr das Wild und bedrohte Arten katastrophal, provoziert Wildsch\u00e4den in Landwirtschaft und Forst und h\u00f6hlt das hessische Jagdgesetz aus\u201c, res\u00fcmiert der Jagdvereinsvorsitzende. Nur der heftige Protest von J\u00e4gern, Land- und Forstwirten sowie Tier- und Naturfreunden k\u00f6nne noch verhindern, dass Umweltministerin Hinz (Gr\u00fcne) diese Verordnung ohne jegliche Beteiligung des Landtags in Kraft setzt.<\/p>\n<p>Die Demonstration beginnt am Samstag, 26. September, um 11 Uhr am Wiesbadener Hauptbahnhof und endet mit einer Kundgebung an der hessischen Staatskanzlei.<\/p>\n<p>Wer daran teilnehmen will, kann sich bis zum 23.09. per E-Mail an <a data-cke-saved-href=\"mailto:info@jv-diana.de\">info@jv-diana.de<\/a> unter Angabe des Namens und einer Telefonnummer oder unter der Rufnummer 0171 \/ 281 50 41 f\u00fcr die Busfahrt nach Wiesbaden anmelden. Der Jagdverein stellt den Bus, Abfahrt ist am Samstag, 26. September um 07.30 Uhr am Bahnhof in H\u00fcnfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jagdvereinsvorsitzender sieht beispiellosen Angriff auf Wild, Natur-, Tier- und Artenschutz Die heimischen J\u00e4ger, Landwirte und Jagdgenossen machen gemeinsam mit Waldbesitzern, Anglern und Naturfreunden gegen die geplante hessische Jagdverordnung mobil. Der Jagdverein Diana H\u00fcnfeld e.V. ruft Gr\u00fcnr\u00f6cke und befreundete Verb\u00e4nde auf, am 26. 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